Die Preisträger der diesjährigen Berlinale - 14Plus


Gestern Abend ehrten die Jugend- und die internationale Jury Filme des diesjährigen 14Plus Programms. Jeweils 16 Kurz- und Langfilme waren dabei im Gespräch, es können aber natürlich immer nur wenige Filme ausgezeichnet werden.


Internationale Jury


Kurzfilm

Lobende Erwähnung: Na Zdrowie!

Geldpreis: Juck


Feature Film 

Lobende Erwähnung: Dressage

"Dressage zieht einen in seinen Bann, schafft eine tiefe Verbundenheit zur Hauptperson und vermittelt ein Gefühl der tiefen Frustration. Der Film ist gut durchdacht, nachvollziehbar und emotionsgeladen. Auf das einzig mögliche Ende kommt der Zuschauer im Verlauf des Films selbst, was nicht weniger betrübt.
Tatsächlich ist es im Nachhinein schwer zu sagen, wie eigentlich die Musik war oder andere stilistische Merkmale zu nennen, da die Emotionen den bleibendsten Eindruck hinterlassen haben. Betrübt ob dieser Ungerechtigkeit hat mich der Film zurückgelassen, doch auch bleibend beeindruckt und bewegt." - Sarah (zur Kritik)

Geldpreis: Fortuna


"Ein vollkommenes Gleichgewicht der Elemente, in dem die aufrichtige Performance der Schauspieler*innen und die sublime Kameraarbeit in Schwarz und Weiß eine bezwingende Welt schaffen, die zugleich zeitgenössisch und zeitlos ist. Dieser Film überwindet religiöse und politische Dogmen und schafft eine wundervoll realisierte Erzählung von Reinheit und vom Überleben – gesehen durch die Augen eines willensstarken, äthiopischen Mädchens." - Internationale Jury




Jugendjury


Kurzfilm

Lobende Erwähnung: Je fais où tu me dis

Gläserner Bär: Kiem Holijanda


Feature Film

Lobende Erwähnung: Retablo 

"Der Film, den wir mit der Lobenden Erwähnung für den Langfilm küren, führt uns in eine für uns fremde Welt. Wir dürfen einen jungen Menschen beim Herausfinden, wer er sein möchte und wie er mit den Geschehnissen in seinem Leben umgehen will, begleiten. Stilmittel wie abwechslungsreiche Perspektiven der Kamera und Überraschungsmomente in Bild und Geschichte überzeugen uns von dem Film, der auf sanfte Art ein wichtiges Thema behandelt. Die Sensibilität des Protagonisten auf dem Weg zum Mannwerden in einer gewaltvollen Welt berührt uns sehr." - Jugendjury

Gläserner Bär: Fortuna

"Eine Träne läuft aus Fortunas Auge, Wasser tropft auf ihre nackten Füße, immer wieder starrt sie in die Leere vor sich - diese Bilder sind unglaublich stark, aber die Geschichte dahinter ist seltsam verdreht. In „Fortuna“ geht es nicht nur um den Verlust des Heimatlandes und der Eltern, es geht um Religösität, Einsamkeit, Schwangerschaft, verbotene Liebe, Gewalt, Traurigkeit und viel mehr. Germinal Roauxs versucht in seinem Film eine Unmenge an Themen zu behandeln, doch dadurch versinken die tollen Elemente seines Filmes in einem Wirrwar aus Problematik und Symbolik. Die starke Poetik, die wunderschöne Kameraführung und die überzeugende Schauspielerische Darbietung von Bruno Ganz als Ordensführer, kann unter der Masse an Themen nicht so glänzen wie sie sollte." - Liv (zur Kritik)

24. Februar 2018

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