„Pottan, you did it!“

"Es gibt keine Polizei im All, keine Regeln. Und Eltern müssen nicht die ganze Zeit arbeiten. Zumindest nicht, wenn du Geburtstag hast." - Eine Kritik zu "Upp i det blå"

Die achtjährige Pottan soll ihre Ferien eigentlich auf einem Ponyhof verbringen, wird aber von ihren dauernd beschäftigten, unaufmerksamen Eltern versehentlich an einem Recyclinghof ausgesetzt. Da Pottan sie erst nicht wieder erreichen kann, wird sie von den Schrottplatzbewohnern Dennis, Ture und Rydberg aufgenommen. Nach anfänglichem Misstrauen lebt sie sich langsam ein, es entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den Charakteren und Pottan wird in den geheimen Plan eingeweiht, an dem die Schrottplatzbewohner seit einiger Zeit arbeiten. Sie wollen nämlich eine Rakete bauen um mit Weltraumschrott das große Geld zu machen. Von da an nimmt die turbulente Geschichte ihren Lauf, erzählt wird sie auf skurrile Art und Weise und ist dabei unfassbar lustig.

Der ganze Film ist liebevoll designed, die Farben sind strahlend und Outfits der Personen toll. Die Musik ist sehr schön und teilweise witzig, wenn es sich um Melodien von, für uns Älteren, bekannten Songs handelt. Zudem ist die Idee des Filmes sehr originell und auch wenn das Ganze teilweise etwas einfach gestrickt ist, wird es nie kitschig oder langweilig. "Upp i det blå" ist witzig, genial, mitreißend, aber auch sehr einfühlsam und die starken Charaktere werden von tollen Schauspielern porträtiert, die allesamt überzeugen.

Allerdings gab es viele Szenen, in denen extrem gegensätzliche Emotionen in den verschieden Altersklassen des Publikums zu beobachten waren. So mussten die Erwachsenen teilweise total lachen, während die Kinder verängstigt waren. Teilweise handelte es sich nämlich um sehr ernste Szenen, die, wenn man den Humor des Ganzen nicht erkennt, sehr beängstigend wirken können. So fragte ein Mädchen neben mir ihre Mutter sogar, was es denn gerade überhaupt zu Lachen gäbe. Gestört hat mich persönlich das jedoch nicht, ich finde es hervorragend, dass der Film allen Zuschauern, ob groß oder klein, viel mit auf den Weg gibt. Ich hatte großen Spaß und war trotzdem sehr bewegt, habe dieses skurrile Werk also in vollen Zügen genossen!



English version

The eight year old Pottan should actually spend her holidays on an pony farm, but her constantly busy and distracted parents accidentally drop her off at a recycling yard. Not able to reach them again, the junk yard inhabitants Dennis, Ture and Rydberg start to take care of her. After initial distrust she starts to settle down, a deep friendship between the characters develops and Pottan is then let in the secret plan, on which the group has worked for some time. They want to build a spaceship in order to make money by selling astro-garbage. From there the turbulent story takes its course, narrated in a quirky but very funny way.
The whole movie is designed tenderly, the colors are bright and the outfits fantastic. The music is beautiful and partly funny, when a melody is used that some may recognize. Furthermore the idea of the film is truly witty and even if everything is quite simple, it never gets corny or even boring. Upp i det blå is funny, brilliant but still sensitive and the expressional characters are played by actors, who are all very convincing.

However, in some scenes, extremely opposing emotions of the different age classes of the audience could be watched. Sometimes the adults where laughing while the children were very frightened. Partly the scenes are very serious and a bit scary, if you are not able to perceive the humor. One girl sitting next to me for example even asked her mom, why some people were laughing. I did not mind that, I love, that the movie has so much to offer for everyone. I had a lot of fun and was still very moved, so I enjoyed this quirky film to the fullest!


26.02.17, Carlotta Saumweber

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